Hier  finden Sie zahlreiche Artikel von Ernst Ott und Eva Stangenberg:

 

Marshall Rosenberg und sein Horoskop

von Ernst Ott


Könnte einem ein schöneres Bild für eine Waage-Venus einfallen als eine Rose?  Höchstens viele Rosen, ein ganzer Berg von Rosen. Da kommt einer auf die Welt, der trägt den Namen Rosenberg.  In seiner Geburtsstunde stehen der Liebesplanet Venus und die Sonne in der Waage, dem Zeichen der Mitmenschlichkeit.  Falls Namen eine Botschaft ausdrücken, dann ist diese Botschaft eindeutig: Zuneigung und Liebe.  Sein Vorname jedoch ist Marshall, der Name für einen Strategen und Krieger. Auch dieser Name spiegelt sich bildhaft im Geburtshoroskop durch eine sehr genaue Aspektverbindung des Strategen Saturn mit dem Krieger-Planeten Mars im Löwen. 

 


Marshall Rosenbergs Horoskop zeigt sehr deutlich zwei gleich starke Anlagen, zwei gegenläufige Potentiale. Ein Psychologe würde vielleicht sagen: Es kommt nun auf die frühen Erfahrungen und die Sozialisation an, ob so einer letztlich mehr zum Krieger neigt oder zum Friedfertigen. Wir humanistischen Astrologen sagen eher: Wir können es nicht wissen, denn es ist letztlich eine Frage des freien Willens, was jemand aus seinen Anlagen und mit oder gegen seine Prägungen unternimmt. Rosenberg hätte sich, wie wir gleich sehen werden, auf Grund seiner Kindheitserfahrungen mit gutem Grund zum Opfer machen oder zum Rächer berufen fühlen können.  Er tat weder das eine noch das andere, sondern lernte die klientenzentrierte Gesprächstherapie von Carl Rogers und las die Schriften Mahatma Gandhis.

Ich habe diesen Artikel mit einem Zitat überschrieben: „Liebe dich selbst, dann ist es egal, wer dich ärgert!“  Das ist der Titel eines Seminars von Silvia Richter-Kaupp.  Man könnte auch formulieren: Liebe dich selbst und sei empathisch mit deinen Mitmenschen.  Dies fasst die Botschaft von Rosenbergs GfK zusammen, der gewaltfreien Kommunikation.  Man erinnert sich an das Gebot Christi (Kurzform: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“).  Es berührt merkwürdig, dass der Schöpfer dieses Systems, Marshall Rosenberg, ein Jude war. Ich bezeichne ihn bewusst als Schöpfer dieser wunderbaren Weltanschauung, obwohl er selber mit seinen bescheidenen Jungfrau-Planeten manchmal betonte, er habe eigentlich nichts Neues erfunden, nur etwas wieder herausgeholt, was die Menschen natürlicherweise ohnehin in sich trügen. 

Ein Schlüsselerlebnis Marshalls mit neun Jahren bestand darin, dass zwei „christliche“ Mitschüler ihn wegen seines jüdischen Namens zu Boden warfen, traten und verprügelten.  Seine Eltern erklärten ihm daraufhin, was es damit auf sich hatte, und sagten vermutlich auch, dass man in dieser Welt mit so was rechnen müsse. 

Der junge Marshall Rosenberg hatte damals bereits erlebt, dass bei einem Rassenkrieg vor seiner Haustür in wenigen Tagen vierzig Menschen starben.  Es ist also höchst erstaunlich, dass er dennoch sein Leben lang nie glauben wollte, dass man in dieser Welt nun mal „mit so was“ leben müsse.  Er schuf ein bedeutendes Lebenswerk der Versöhnung und Menschenliebe.  Er wurde Mediator. Einen besseren Begriff für dieses verbindende Waage-Potenzial hätte kein Astrologe erfinden können. Da Rosenberg so erfolgreich in Rassenkonflikten und in internationalen Kriegsherden wirkte, muss er demnach mehr getan haben, als das, was jede Waage-Persönlichkeit zuerst einmal versucht: Freundlich sein, Kompromisse vorschlagen. Da braucht es die Konsequenz von Mars-Saturn, um vollständig zum Kern des Problems vorzudringen. Vielleicht waren eigene innere Widersprüche nötig, um Widersprüchliches und widersprechendes menschliches Verhalten nicht einfach zu beurteilen, sondern zu verstehen. Etwas Fremdes in seiner Eigengesetzlichkeit so weit wie möglich verstehen wollen, ohne es zu bewerten – dazu braucht man kein „glückliches Horoskop“ sondern den Willen zum Verständnis und eine tiefe Liebe zu Menschen.

Man kann sich nicht immer der Meinung eines Mitmenschen anschließen.  Auch dessen Verhaltensweisen im Einzelnen müssen wir nicht immer lieben.  Dr. Marshall Rosenberg schlug daher vor, das Motiv, das tiefere Bedürfnis zu verstehen, das den Menschen zu dieser Meinung oder Handlung motiviert hatte. Dies ist eine schöne Brücke, denn die Gundbedürfnisse verbinden uns ja mit allen Menschen. Genauso sieht es übrigens auch die psychologische Astrologie. 

In diesem Sinne lehrt uns Rosenberg Empathie mit dem Gegner.  Werfen wir nochmals einen Blick auf das Geburtshoroskop, so finden wir den Gefühlsplaneten Mond in weiter Konjunktion mit dem spirituellen und einfühlsamen Neptun.  Das entspricht dem Thema Empathie, einem Schlüsselwort dieser Psychologie oder Theorie, die eigentlich beides nicht ist, sondern eine menschliche Grundhaltung.  Ein zentraler Aspekt im Horoskop Rosenbergs ist die Verbindung des visionären Uranus mit dem Idealisten Jupiter. Doch Rosenberg appelliert nie nur moralisch an das Gute im Menschen, denn er ist genauso viel Realist (Saturn-Aspekt). 

„Jetzt geht’s mir eh schon so schlecht – und da soll ich auch noch den Gegner einfühlsam verstehen?  Niemals!“ So ruft unsere Verzweiflung. Will Rosenberg die Leute zur aufopferungsvollen Selbstverleugnung bringen?  Im Gegenteil. Am Anfang steht die Empathie, die man sich selber gibt.  Jemand, der Gegner beschimpft und abwertet, hat vorher (heimlich) sich selbst beschimpft und abgewertet.  Er ist damit nicht glücklich geworden. Jetzt fühlt er sich als Opfer und beschimpft den Gegner. Die zauberhaft einfachen und wirksamen vier Handlungsschritte der gewaltfreien Kommunikation beginnen immer mit Empathie für sich selber.  Jemand der daraufhin dem Gegner Verständnis entgegenbringt, hat vorher sich selber Verständnis und Empathie entgegen gebracht.  Wir brauchen zuerst eigene Ressourcen, bevor wir sie weitergeben können.

Rosenberg erfand auch ein wertvolles didaktisches Spiel mit Giraffe und Wolf.  Die Giraffe steht für die gewaltfreie Kommunikation, der Wolf für das lebensfeindliche Kommunizieren. Auch mit uns selber sprechen wir übrigens manchmal in der Wolfssprache: "Ich bin doof, ich mach' alles falsch!" Dann können wir lernen, als Giraffe uns selber Empathie zu geben.

Rosenberg – ich will es hier in meinen eigenen Worten ausdrücken – ging davon aus, dass es ein tiefes Grundbedürfnis jedes Menschen ist, sich für Andere zu öffnen und Liebe vom Herzen zum Herzen fließen zu lassen. Dieses natürliche Bedürfnis ist leider teilweise verloren gegangen. Mit ein bisschen Selbstliebe entdecken wir es wieder.  Damit bringen wir auch erneut die Freude des echten Schenkens in unser Leben.  Marshall Rosenberg hat aus seinen Erfahrungen und den Anlagen seines Horoskops etwas gemacht, das liebenswert ist. Obwohl ich ihm nie persönlich begegnet bin, empfinde ich Dankbarkeit, wenn ich an ihn denke.


Eine Gelegenheit, sich das Beste aus dem GfK anzueignen, gibt es im März 2012 in Karlsruhe: http://astrologieschule.org/de/astrologieschule-homepage/alle-termine/news-einzelansicht/article/10-maerz-2012-liebe-dich-selbst/20.html

 

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Neue Zeiten - neue Lösungen

Warum es gerade heute wichtig ist, Astrologie zu lernen


von Eva Stangenberg

 

Krisenzeiten zwingen uns, umzudenken, die alten Modelle funktionieren nicht mehr, bringen nicht mehr den bisher damit erzielten Erfolg. Zu Anfang wird vielleicht noch versucht, mit erhöhter Anstrengung das Erwünschte zu erreichen, man ist fixiert auf das eine Ziel und die Angst, dieses nicht zu erreichen, wächst proportional mit den Anstrengungen.
Wenn ich hier von Krisen schreibe, meine ich nicht nur die momentane Wirtschaftskrise, sondern ebenso die vielen privaten Krisen, in denen sich Menschen zur Zeit befinden, sei es der Verlust des Arbeitsplatzes, eine schwere Krankheit, Partnerschaftsprobleme, sei es, weil man allein ist oder zu zweit, Schulprobleme der Kinder, Schwierigkeiten wie z.B. Mobbing am Arbeitsplatz, Sinnkrisen und viele mehr.
Allerdings kann uns die momentane weltweite Krise ein Signal sein, wie sowohl politisch als auch im ganz persönlichen Bereich ein Umdenken erforderlich ist.
Wie kann da die Astrologie helfen?
Üblicherweise ist unser Merkur für unser Denken zuständig. Seine Vorgehensweise ist logisch-kausal, linear und baut auf dem Gelernten auf, was in den jeweiligen Situationen benötigt und genutzt werden kann. Wir können ihn in seinen Fähigkeiten und Funktionen mit unserem Gehirn oder einem Computer vergleichen, woraus bei Bedarf die verschiedenen gespeicherten Informationen abgerufen werden können.
Wenn wir nun aber in einer uns bis dahin unbekannten Situation sind, eben in einer Krise, in der die alten Modelle gerade nicht mehr wirken, reicht das nicht mehr aus. Wir benötigen neue „Verschaltungen“, neue „Links“, müssen Areale im Gehirn aktivieren, die bisher zur Lösung nicht genutzt worden sind, eben all unsere anderen Planetenpotenziale.
Unser Gehirn ist zweigeteilt, verbunden mit dem so genannten Balken, wobei (vereinfacht dargestellt) die linke Hirnhälfte (bei Rechtshändern) den rationalen, yang, männlichen Denk-Fähigkeiten entspricht und die rechte den kreativen, yin, weiblichen, es ist die so genannte emotionale Intelligenz. Und genau diese müssen in so einer „Notfall-Situation“ aktiviert werden, um neue, andere oder weiterführende Lösungen zu finden. Es ist also nicht sinnvoll, sich voll und ganz auf eines zu konzentrieren, zu focousieren, sondern, im Gegenteil, es wäre ratsam, sich zu öffnen, z.B. Gefühle, Stimmungen zuzulassen (weiblicher Faktor Mond) oder seine Sinne spielen zu lassen, zu riechen, zu schmecken, sich etwas Gutes zu tun (weiblicher Faktor Venus) oder sich zu entspannen, Musik zu hören, zu träumen, zu malen (weiblicher Faktor Neptun).
Für ein Umdenken ist es erforderlich, die Brücke zu schlagen zwischen den zwei Hirnhälften, die Verbindung, (der Balken) zu dieser weiblichen Seite herzustellen. Unser rein lineares, nach vorne ausgerichtetes, männliches Denken als alleiniges Lösungsmodell hat ausgedient. Das zeigen uns die vielen Krisen heute. Wir müssen auch die andere Seite wertschätzen und nutzen lernen.
Und wie man damit zum Erfolg kommt, erzählt ein schon sehr altes Märchen, das Märchen vom Hasen und dem Igel.
Das Märchen in Kurzfassung:
Ein Hase und ein Igel wollten einen Wettlauf machen. Der Hase war sich absolut sicher, zu gewinnen, denn wie sollte ein so langsamer Igel ihn, den Schnellläufer, besiegen! (Das war die bisherige Lebenserfahrung, abgespeichert in seinem Denken).
Der Igel war sich dieser Tatsache bewusst, also musste er kreativ sein, sich etwas einfallen lassen. (Seine weibliche Hirnhälfte oder die weiblichen Anteile in sich aktivieren).
Der Wettlauf startete, der Hase rannte los, aber als er am Ziel war, saß da der Igel bereits und sagte: “Bin schon da.“ Der Hase war fassungslos, das konnte nicht sein, also noch mal! Er strengte sich sehr an, rannte noch schneller, aber das Ergebnis war das gleiche, der Igel war schon da. Das einzige, was ihm jetzt noch einfiel, war: „mehr desselben“, noch mal und noch mal rennen und sich mit der Geschwindigkeit noch steigern. (Er konnte nur noch in eine Richtung denken, alle andere Hirnareale, Anteile in ihm, waren ausgeschaltete).
Nach vielen, vielen vergeblichen Versuchen, den Wettkampf doch noch zu gewinnen, brach er völlig entkräftet zusammen.
Und der Igel ging mit seiner Frau, die an der anderen Seite im Gebüsch immer „schon da war“, wenn der Hase kam, als Sieger vom Platz. Seine Frau, (seine weiblichen Anteile) hatte ihm also geholfen, das scheinbar Aussichtslose zu schaffen.

Wenn wir nun also unser Horoskop kennen, brauchen wir uns nicht mehr zu reduzieren auf das bisher Gelernte, sondern können bei uns selber, oder in der Beratung bei anderen, das bisher ungenutzte Potenzial für Lösungen heranziehen und nutzen. Was sagt z.B. Ihre Venus in Bezug auf Ihr Problem am Arbeitsplatz, oder wie fühlt Ihr Mond bei den Schulschwierigkeiten Ihres Kindes und gelangen mit dieser Fragestellung zu völlig neuen Ansätzen, wir nutzen also unsere „emotionale Intelligenz“.
Und: unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.

 

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Jede Konstellation ist ein Lösungsvorschlag 

von Ernst Ott

Zum Jahreswechsel boomt die Prognose-Astrologie.  Gleichzetig drucken die Journalisten wie jedes Jahr die immer gleichen Texte der Astro-Skeptiker ab, in denen nachgewiesen wird, dass Madame Tessiers Prognosen über Katastrophen und Politiker-Schicksale nicht in Erfüllung gegangen seien.  Natürlich nicht. Astrologie ist keine Wahrsagerei. Daran sollten wir auch denken, wenn Astrologen sich völlig unnötig an der Angstmacherei zum "Schicksalsjahr 2012" beteiligen.  Daher drucke ich hier einen Artikel nochmals ab, den ich letztes Jahr um diese Zeit bereits einmal veröffentlicht hatte:

Jede Konstellation ist ein Lösungsvorschlag!  -  Diesen Beitrag schreibe ich im Zorn über die zahllosen Warner und Angstmacher, die es in der astrologischen Szene gibt.  Von schwierigen Konstellationen  ist da die Rede, von gefährlichen Zeiten, schlechten Horoskopen usw.  -  Verdammt nochmal: Ist nicht das Leben schon gefährlich genug? Müssen wir uns von Astrologen noch zusätzlich Angst machen lassen?  „Sie merken zwar noch nichts davon, aber demnächst werden Sie eine schwierige Konstellation haben – fürchten Sie sich schon mal!“

Wenn das Astrologie ist, will ich kein Astrologe sein.

Aus jeder Konstellation können wir unser Glück schmieden – wenn wir uns dafür entscheiden.  Mit jeder Konstellation können wir Mist bauen – wenn wir uns dafür entscheiden.

Hinter der Aussage eines Astrologen steckt nicht die Wahrheit, sondern die Weltanschauung dieses Astrologen.  Wer sich vor schlechtem Schicksal fürchtet, wird mit großer Sicherheit Konstellationen als schlechtes Schicksal deuten. Wer eine andere Weltsicht hat, wird anders deuten. Wer davon ausgeht, dass wir Opfer des Schicksals sind, wird seine Klienten weiter zu Opfern machen und ihnen helfen, sich als Opfer so gut wie möglich durch ein fremdbestimmtes Leben durchzuschlängeln.

Ich denke: Die Zukunft gibt es nicht, auch nicht im Horoskop.  Die Zukunft stellen wir her.  Jetzt.  Mit unseren freien Entscheidungen und unserem Denken. Befürchtungen sind zukunft-erschaffende Energien.  Ich will mich an solchen Kreationen nicht beteiligen.

Das Horoskop sagt nicht, was geschieht, sondern gibt uns Ideen, was wir geschehen lassen könnten.  Wann endlich werden die Astrologen wieder bereit sein, jede, wirklich jede Konstellation als einen Lösungsvorschlag zu sehen? Jede Konstellation als Ideenspender für ein kreativeres Leben zu deuten?  Jede Konstellation zu befragen, wie ich damit eine neue, freiere Zukunft erschaffen könnte?

Dies sind die einzigen Fragestellungen innerhalb der Astrologie, die mich nach über 20 Jahren hauptberuflicher astrologische Tätigkeit noch interessieren.  Auch in der Ausbildung bin ich nicht mehr bereit, Ängste und Vorurteile über so genannt schwierige Horoskope zu fördern.  Ich kann nur noch den lösungs-orientierten Ansatz ehrlich vertreten.

So, jetzt geht’s mit besser! Das musste im alten Jahr nochmal gesagt sein:  Jede Konstellation ist ein Lösungsvorschlag!

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Kaiser Julians gescheiterter Versuch, die christliche Staatsreligion zur Toleranz zu zwingen.

von Ernst Ott

Für den römischen Kaiser Iulianus  war die Sonne nicht nur ein Himmelskörper und eine Energiequelle, sondern ein beseeltes Wesen.  Alle Welt – außer den Christen - feierte damals am 25. Dezember das Fest der unbesiegten Sonne, des Sol invictus.

 

Sol, der Sonnengott mit dem Strahlenkranz

Iulianus empfand den Sonnengott Sol als seinen persönlichen Beschützer.  Er verschlang schon als Junge philosophische, kosmologische und religiöse Schriften und empfand eine tiefe Zuneigung zu den Planetengöttern und der so lebensfrohen symbol- und bilderreichen Spiritualität der griechisch-römischen Götterwelt. 

Für seine Erzieher war diese Neigung des jungen Prinzen unerwartet.  Iulianus war ein Nachkomme Konstantins "des Großen", der als erster christlicher Kaiser gilt.  Dieser hatte die christlichen Bischöfe massiv gefördert und mit ihnen einen machtvollen Staatsapparat aufgebaut. Seither wurden kaiserliche Prinzen von Priestern und Theologen erzogen.  Auch Iulianus hatte in den Kirchen das Evangelium vorzulesen.  Doch der Junge war zu intelligent und bereits zu belesen, um seinen Lehrern unwidersprochen zu glauben. 

Er registrierte die Widersprüche in den heiligen Schriften, ebenso die blutigen Feldzüge, die die katholische Staatskirche gegen das arianische Christentum und andere abweichende Christengemeinden führte.  Nur Christus und ausschließlich der wahre Christenglaube sollte die Menschen in den Himmel führen können? Iulianus leuchtete dies nicht ein, wo doch Jahrhunderte lang so viele weise Vorfahren über die Planeten-Götter und Mysterienkulte ihren Frieden mit dem Kosmos gefunden hatten und ein ethisch hochstehendes Leben geführt hatten.

Sobald Iulianus Kaiser wurde, begann er die immer noch bestehenden antiken Kulte zu fördern, vor allem auch den Mithras-Kult, der damals eine in drei Erdteilen verbreitete astrologisch-religiöse Lehre war.  Mithras-Anhänger wurden über sieben Stufen in die Mysterien der sieben alten Planeten eingeweiht. 

 

Sonnengott Mithras mit dem Sternenmantel auf dem Stier der Fruchtbarkeit

Iulianus erließ eine Art Wiedergutmachungsgesetz, nach dem die Christen alle von ihnen angeeigneten heidnischen Tempel und Besitztümer den früheren Priesterschaften zurückgeben sollten. Den christlichen Bischöfen entzog er ihre Gelder und Sonderprivilegien.  Die christlichen Gemeinden sollten zwar unter demselben staatlichen Schutz stehen, wie die älteren Kulte, aber neben und nicht über ihnen.

Die christlichen Funktionäre, die sich seit Konstantin als staatstragende Machthaber fühlten, wehrten sich massiv.  Iulianus, der ein sehr ethisch denkender Mensch war, versuchte auch mit den Christen gerecht zu sein und keine Verfolgung aufkommen zu lassen.  Er sorgte jedoch für das Wieder-Erblühen der alten Kulte.  Die Tempel des Jupiter, der Juno, Minerva, Venus, sowie die Isis- und Demeterkulte belebten sich wieder.  Die Mithras-Gemeinden feierten Sol, die unbesiegbare Sonne.

Wäre Iulianus eine so lange Regierungszeit vergönnt gewesen wie etwa dem Augustus, wäre möglicherweise statt der Kirche die Mithras-Philosophie für die abendländische Kultur prägend geworden.  Antike Weisheit wäre dann nicht verloren gegangen und die Verehrung des Sol und der Planetenkräfte hätte Europa durch die letzten 2000 Jahre seiner Geschichte begleitet.

Doch Iulianus starb mit 32 Jahren nach weniger als zwei Jahren Regierungszeit unter ungeklärten Umständen.  Auf einem Feldzug gegen die Perser traf ihn eine Wurflanze. Niemand hat den Schützen gesehen.  Die persischen Kriegsgegner hatten eine hohe Geldsumme ausgesetzt für die Tötung Julians, doch kein Perser meldete sich und beanspruchte die Belohnung.  Die christlichen Bischöfe aber feierten und jubelten bei der Todesnachricht, und so wurde bald vermutet, dass der christliche Geheimdienst ihn getötet habe.

Der Versuch des Iulianus, die religiöse Toleranz der Antike wieder einzuführen scheiterte.  Die katholischen Geschichtsschreiber nannten ihn nach seinem Tode "Julian Apostata", den Apostaten, den Abtrünnigen.  Sie erzählten, Iulianus sei mit folgenden Worten auf den Lippen gestorben: „Du hast gesiegt, Christus!“  Das Zitat ist mit Sicherheit eine Fälschung, spiegelt aber die reale Bedeutung dieser Stunde für die Geschichte Europas.

 

Eklipse bei Julians Tod

Wir kennen kein Geburtshoroskop des Iulianus.  Doch die obige Abbildung zeigt die Sonnenfinsternis zwei Tage nach seinem Tod, als „Christus gesiegt hatte.“ - Es ist in der Tat ein sehr prägnantes Horoskop:  Die christliche Ära begann nicht nur mit einem Fische-Aszendenten, sondern auch mit einer Eklipse in den Häusern 4 und 10, privat und öffentlich. Ab sofort war das Glaubensbekenntnis keine Privatsache mehr.  Das Saturn-Pluto-Sonne-Dreieck zeigt, dass es auch um Machtfragen ging.  Lilith in Opposition zu der Finsternis deutet vielleicht die Funktion an, welche die Frau im Christentum als Schattenfigur annahm und später als Muttergottes, die mit dem Fuß eine Schlange zertritt.  Vielleicht haben die Zeitgenossen damals den dominanten Merkur als Christus gedeutet, denn Hermes-Merkur, der oft mit einem Lamm auf den Schultern abgebildet wurde, galt den ersten Christen als Symbol des Erlösers.

Die fundamentalistischeren untern den Katholiken wie etwa der Kirchenhistoriker und Bischof Theodoret beschimpften Iulianus nach seinem Tod als stinkendes Schwein, und der „Apostat“ galt von Stund an als schlechter Kaiser.  Auch der heilige Hieronymus, bedeutender Kirchenvater, erging sich in wüsten Schimpfwörtern, die hier nicht zitiert werden müssen.

Iulianus verdient die Beschimpfung nicht.  Er stieß in erstaunlich kurzer Zeit eine große religiöse Reform an, die sich allerdings nicht durchsetzte.  Im Nachhinein wissen wir, dass an dieser Weggabelung für 2000 Jahre auch die Frage entschieden wurde: Soll das Christentum persönliches Bekenntnis in einer toleranten pluralen Welt sein oder eine machtvolle vom Staat getragene Institution? 

Astrologen haben immer wieder das Gedankenspiel gemacht: Was wäre, wenn seit dem 4. Jahrhundert durchgehend die antike Kultur und Astrologie weiter praktiziert worden wäre?  Deren Wiederentdeckung durch die Renaissance über 1000 Jahre später wäre überflüssig gewesen.  Die Neuzeit hätte auf einer ganz anderen Tradition und auf weit höherem wissenschaftlichem und philosophischem Niveau beginnen können.

 

Flavius Claudius Iulianus als regierender Kaiser auf einer Münze aus Antiochia

 

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Die Gedanken sind frei

von Ernst Ott 

Vor 200 Jahren (am 28. September 1811) wurde Friedrich Hecker geboren.  Im Zeichen der Waage, und Gerechtigkeit war ihm ein höchster Wert.  Als Sohn eines bayerischen Hofrats hatte er einige Vorrechte.  Aber er sah, dass es Leute ganz ohne Vorrechte gab, und das schmerzte ihn.  Er studierte Recht, unter anderem in Heidelberg, schloss sich 1848 der badischen Revolution an und wurde deren charismatischer Anführer.  Als Abgeordneter scheiterte er, militärisch scheiterte er ebenso, denn der Großherzog rief die preußische Armee ins Land, um sein eigenes Volk beim Hecker-Zug niederzuschießen.  Man verbot Hecker das Sprechen, Schreiben und den Aufenthalt im Land, aber das Denken ließ er sich nicht verbieten.  Vielleicht muss eine Waage nicht militärisch siegen.  Die Kraft ihrer Gedanken können schon machtvoll genug sein.

Das Bild zeigt das Gemälde von Bernhard Neher mit dem jungen Revolutionär. Friedrich Hecker musste nach Amerika emigrieren.  Im Jahr darauf zum finalen Ansturm der Badischen Revolution von 1849 kam er nochmals zurück, nur um Zeuge zu werden, wie die letzten Revolutionäre in Rastatt erschossen wurden. Enttäuscht ging er nach Amerika zurück, kämpfte dort für Demokratie, wurde Viehzüchter und Weinbauer und blieb bis zuletzt in den Vereinigten Staaten (zuunterst ein Foto des alten Hecker).

Er lebte nicht mehr, als 70 Jahre nach der 48-er Revolution Deutschland endlich wirklich eine Republik wurde. Aber das Heckerlied wird noch heute gesungen:

Wenn euch die Leute fragen: “Lebt denn der Hecker noch?“  So sollt ihr ihnen sagen:  “Ja, er lebet noch.  Er hängt an keinem Baume, er hängt an keinem Strick, - er hängt an dem Traume der freien Republik!“

Die Gedanken sind frei.  -  Und die bewirken eine Veränderung der Welt.  Bei ganz revolutionären Projekten dauert es manchmal 70 Jahre. Möge die Wahrheit künftig einen schnelleren Weg nehmen.

Herzlichen Glückwunsch zum 200. Geburtstag und danke, Hecker!

Er ist ein Deutscher auf den man stolz sein kann.


Die Gedanken sind frei

wer kann sie erraten?

Sie fliehen vorbei

wie nächtliche Schatten.

Kein Mensch kann sie wissen,

kein Jäger erschießen

mit Pulver und Blei:

Die Gedanken sind frei!

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Die harmonische Waage

von Ernst Ott 

„Die Waage ist harmonisch und ausgeglichen“, so steht das überall, jeder glaubt das zu wissen.  - Deshalb muss es aber noch lange nicht stimmen!

Richtig ist: Die Waage braucht Harmonie.

Sie ist auf die Welt gekommen mit den allerfeinsten Antennen für Schönheit, Geschmack, Harmonie und Ausgewogenheit.  Sollte irgendwo alles ausgewogen und schön sein, so wird sie es in vollen Zügen genießen.  Da die Welt jedoch überwiegend unharmonisch ist, leidet die Waage.  Mit ihren feinen Antennen erkennt sie das Unstimmige sofort.  Ihr Auge für ausgewogene Farben ist so empfindlich, dass sie ein Zuviel oder Zuwenig sehr deutlich wahrnimmt.  Sie ist dann die erste, die dies erkennen und empfinden kann.  Sie braucht Harmonie, sie kann Harmonie schaffen.

Die Waage hat feine Ohren für Streit, Widersprüche und Aggression, auch wenn sich dies alles erst unterschwellig äußert.  Daher empfindet sie schon eine grobe Unhöflichkeit als beinahe kriegerischen Akt.  Würde die Welt auf sie hören, so könnte die Waage alle Menschen kultivieren und zur Friedfertigkeit führen.  Meist hört die Welt nicht auf sie. Dennoch bleibt die Waage hochsensibel gegen Grobheiten, sie braucht Frieden.  Daher ist sie im täglichen Verhalten oft gar nicht friedlich, sondern wird ungemütlich.  Sie verlangt von den Rüpeln mehr mitmenschliche Kultur und mehr Friedenswillen, und das ist ihr gutes Recht.  Jede Begabung muss schließlich irgendwo eingesetzt werden.

 Machen Sie den Test und sagen Sie zu einer im Zeichen Waage geborenen Person oder einem anderen Menschen mit einer starken Waage-Komponente einmal folgenden Satz: „Sie sind immer harmonisch und ausgewogen“.  Ich bin gespannt, welch Erfahrungen sie machen werden. -  Ich selber ernte auf diese Aussage fast immer Widerspruch.  Die Waage spürt nämlich auch in ihrem Inneren jeden kleinen Widerspruch, und wird also diesbezüglich sehr selbstkritisch sein.  Bis sie sagt, sie sei ausgeglichen, muss sie wirklich lange an sich gearbeitet haben.  Daher sagt sie: Ich wünsche mir mehr Ausgewogenheit.  Ich bräuchte mehr Harmonie.

Das ständige Abwägen „einerseits-und-andererseits“ in der Psyche der Waage ist eine große Gabe des Lebens.  Richtig angewandt verhindert sie Einseitigkeit, falsche Selbstsicherheit und Egoismus. Eine solche Haltung ermöglicht es, fremde Standpunkte zu verstehen.  Das ist in der Tat die Grundvoraussetzung für den Frieden zwischen Individuen und unter Völkern. Ohne die Fähigkeit, einen anderen Standpunkt zu verstehen, ist auch die Liebe nur ein vorübergehendes Gefühl und kein Lebensentwurf.  Ohne erkennende Einsicht in das Andersartige ist in einer Partnerbeziehung kein menschenwürdiges Miteinander möglich. Voraussetzung dazu ist die Waage-Qualität des inneren Abwägens: Was genau ist anders an dem geliebten Partner?  Könnte das Andere auch Teil von mir sein oder werden?  Zu den großen Qualitäten der Liebe gehört die Fähigkeit, etwas Fremdes zu ertragen oder anzunehmen.  Doch vorher muss es in innerem Abwägen als solches erkannt werden.  Die Integration des Fremden ist ein geistiger Akt, und die Waage ist ein geistiges Luftzeichen.

Gleichzeitig ist das innere Einerseits-und-Andererseits ein Fluch, denn die Waage selber erlebt sich oft als entscheidungsschwach.  Sie kann nicht nur abwägen, sie hat das Gefühl, sie muss alles solange abwägen, bis es zu hundert Prozent stimmt.  Und das dauert lange, denn die Waage hat so feine Antennen, dass sie es selbst dann noch als schmerzhaft disharmonisch wahrnimmt, wenn es zu achtundneunzig Prozent stimmt.  Zwei Prozent fehlen eben, und damit ist dieser Sache oder diesem Menschen nicht vollständige Gerechtigkeit widerfahren.

Fazit: Waage ist nicht von vornherein harmonisch. Waage empfindet eine innere Notwendigkeit, Harmonie und Ausgleich zu schaffen.  Wundern Sie sich also nicht, wenn eine Waage sich selbst als zerrissen und unausgewogen beschreibt!  Aber wir sollten auch wissen: Gerade die Waage hat die Fähigkeit, ein Optimum an Harmonie und Ausgewogenheit herzustellen.  Sie ist wirklich eine Friedensstifterin.  Möge sie auch in sich selber Frieden stiften und sich mit ihren unterschiedlichen inneren Anteilen friedlich versöhnen können!

 

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Der Papst und sein Horoskop

von Ernst Ott 

Benedikt XVI, geboren als Joseph Ratzinger am 16. April 1927, um 4.15 Uhr in Marktl am Inn.  Er ist geboren, als Jupiter, Planet der Sinngebung und Größe, am Osthorizont aufstieg (Jupiter Konjunktion Aszendent). Jupiter steht auch für Glaube, Priesterschaft und die Lust, andere zu überzeugen.  Jupiter ist in diesem Geburtshoroskop Herrscher des MC, denn das Schütze-Zeichen stand in jener Stunde in der Himmelsmitte.  Zudem steht der ehrgeizige und vorwärts drängende Mars ebenfalls an einer Hauptachse.  Er steht in den Zwillingen, kämpft also gerne mit Worten.  Die Sonne steht im Zeichen Widder, also wundert es nicht, dass Kardinal Ratzinger in seinem Bereich nach oben strebte und die Gelegenheit gesucht hat, Neues zu gestalten.

Mit seinem freundlichen Fische-Anteil am Aszendenten strahlt er eine sanfte persönliche Gläubigkeit aus, so dass sein Ehrgeiz nie unangenehm aufgefallen ist.  Dennoch war Ratzinger schon immer ein mächtiger Funktionär der Kirche.  Die ganze Amtszeit seines Vorgängers über leitete er die Inquisition.  Diese bedeutende Abteilung des Vatikan hat sich in ihrer Geschichte nicht gerade mit Ruhm bekleckert, und wurde übrigens erst im 20. Jahrhundert umbenannt, so dass sie heute die Glaubens-Kongregation ist.  Ratzinger war also Chef der „Congregatio pro doctrina fidei“, deren Aufgabe es ist, die Kirche vor Häresien (Irrlehren)  zu schützen, also vor abweichenden Glaubensvorstellungen, so wird heute ihre Aufgabe definiert.  Er hat damals im Hintergrund weitgehend die Politik und Ideologie von Johannes Paul II am Ende des kalten Krieges und bis zu dessen Tod mitbestimmt.

„Eine besondere Wertschätzung des Weiblichen und der Frauen“ – dies wäre eine mögliche Deutung für den weiblichen Planeten Venus im Stier und im Haus der Werte (Haus 2).  Aber welches Wertesystem jemand letztlich vertritt, das hat nichts mit dem Horoskop zu tun, sondern unterliegt dem freien Willen.  Wer die Politik des Papstes als frauenfeindlich betrachtet, darf aufgrund des Horoskops vermuten, dass er seine Dogmen subjektiv gut meint und Frauen – nach seinem Wertesystem – das Beste wünscht.

Deuten wir den Pluto-Aspekt zum zweiten weiblichen Planeten Mond als besonders intensive Auseinandersetzung mit dem Weiblichen? Oder als Angst vor der Bedrohung durch das Weibliche? Vielleicht denkt Benedikt, wenn er das Wort „weiblich“ hört, auch nur an die Muttergottes und empfindet keinerlei Probleme damit.  In seinem Horoskop ist wie immer nur das Thema vorgegeben, mit dem er sich auseinanderzusetzen hat, auf welche Weise er dies tut, liegt in seinem eigenen Ermessen. 

Wir kennen bei diesem Prominenten ausnahmsweise die zuverlässige standesamtliche Geburtszeit.  Hier möchte ich zum ersten Mal die witzige aber wahre Geschichte ihrer Ermittlung erzählen: 

Ich hatte mich in meiner Münchner Zeit in den 1980-er Jahren einmal für den damaligen Kardinal Ratzinger interessiert.  Ich rief in seinem Geburtsort Marktl am Inn auf der Gemeinde an und fragte nach der genauen Zeit.  Ich machte mir keine große Hoffnung, denn Standesämter geben wegen des Datenschutzes meist keine Auskunft über Geburtszeiten, erst recht nicht bei Prominenten.  Die etwas resolute Dame am Telefon fragte mich in tiefbayrischem Dialekt zuerst ganz automatisch und nach Vorschrift, ob ich ein Familienmitglied sei?  Es war mir nicht möglich, irgendeine verwandtschaftliche oder sonstige Beziehung zu Ratzinger zu finden, und ich verneinte.  „Ja, warum wollen’S des denn wissen?“ fragte sie, und ich sagte nur zu Forschungszwecken, weil ich Astrologe sei.  In jenem Augenblick vermutete ich fest, dass in diesem bayerischen Flecken die katholische Welt noch in Ordnung sei und vermutete schon, dass die Dame sich bekreuzigen und mich zur Teufels-Austreibung schicken würde.  Doch sie sagte: „Das ist ja interessant. Was, Sie bilden Astrologen aus? Wie geht das genau?“  Ich versprach ihr Unterlagen zuzusenden, und fragte am Schluss nochmals wegen Kardinal Ratzinger. „A Momentl“, sagte sie, „ich schau mal nach“, holte das Register und las mir vor: 4.15 in der Frühe.

Man darf die Fortschrittlichkeit der Landbevölkerung nicht unterschätzen.

 

 

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Die sinnliche Jungfrau

von Ernst Ott 

Wenn ich bestimmte Sätze höre, so rege ich mich auf.  Einer dieser Sätze ist: „Die Jungfrau ist trocken, keusch und unsinnlich, und sie putzt immer“.  Das ist eines der dümmsten Vorurteile der modernen Trivialastrologie.

Sinnlich!

Die Jungfrau ist ein sinnliches Erdzeichen, das feinfühlig mit allen Sinnen sich und die Welt wahrnimmt.  Die Jungfrau ist sogar ein besonders körperbewusstes Erdzeichen, das sofort spürt, was ihr gut tun, und was sie nicht mag. Sie ist nicht der Auffassung, dass Sexualität einfach irgendwie geschieht; sie kann etwas dafür tun, dass sie die Sexualität besonders intensiv wahrnimmt und kann dem Sexualpartner auch Vorschläge machen, auf welche Weise man die Liebe noch optimaler empfinden kann.

Ordnung!

Es gibt Menschen mit Jungfrau-Komponente, die einen Putz- und Ordnungsfimmel haben und welche, die Chaoten sind. Das Verhältnis zwischen Ordentlichen und Chaoten ist nicht anders als bei jedem anderen Tierkreiszeichen.  Die Astrologie beschreibt nicht, wie sich jemand verhält, sondern zeigt die inneren Motive seines Verhaltens an.  Das Bedürfnis der Jungfrau ist es, bewusst zu leben und die feinen Zusammenhänge zwischen sich und der Welt zu erkennen. Sie spürt, dass Innen- und Außenwelt in einer komplexen ökologischen Ordnung zusammenhängen.   Wer diese Zusammenhänge versteht, verhält sich natürlich und spart viel Energie.  Wer die natürlichen und psychologischen Ordnungsprinzipien kennt, kann sie nutzen oder verändern.  In diesem Sinn interessiert sich die Jungfrau für Ordnungen.  Ob sie gern aufräumt oder nicht, ist eine Frage der Neigung und des freien Willens und hat nichts mit Astrologie zu tun.

Die eigene Ordnung!

Wenn Sie Sonne oder Planeten oder Horoskopachsen (Aszendent, Himmelsmitte) in der Jungfrau haben, so nutzen Sie diese, um sich nach Ihrer eigenen Ordnung zu fragen.  Zwar erkennen Sie damit auch schnell, wie die Welt und andere Menschen ticken und können sich der gewohnten allgemeinen Ordnung leichter anpassen, Ihnen dies sinnvoll erscheint. 

Der tiefere Sinn der Jungfrau-Talente ist es jedoch, unangepasster zu leben.  Mit der scharfen Beobachtungsgabe der Jungfrau können wir sofort erkennen, wo wir uns der Welt zuliebe verbiegen und selbst verleugnen. Wir können falsche Anpassung kritisieren und uns ändern.  Jungfrau-Anteile des Horoskops helfen uns, unsere eigene innere Ordnung zu finden, unser eigenes Wertesystem, unsere ganz individuellen Notwendigkeiten. 

Wenn die Leute sagen, dies und jenes sei gesund, so fragen Sie Ihre innere Jungfrau: Was spüre ich selber?  Was ist für mich wirklich gesund?  Wenn die Leute sagen, dies und jenes sei klug und vernünftig, dann fragen Sie sich: Entspricht es meine eigenen Klugheit und Lebenserfahrung?  Rät dazu auch meine eigene Vernunft?  Wenn alle Welt sagt, so und so laufe es nun mal in Beziehungen, dann fragen Sie Ihre innere Jungfrau: Tut mir die Liebe auf diese Weise gut?  Fühlt es sich für mich lustvoll und sinnlich an?  Und folgen Sie dem Rat ihrer inneren Ordnung!

Liebe Leserin, lieber Leser, vielleicht können Sie jetzt verstehen, warum ich jedes Mal zornig werde, wenn es wieder heißt:  „Jungfrauen sind angepasst, unsinnlich und haben einen Putzfimmel“.  Auf diesem Deutungsniveau möchte ich keine Astrologie betreiben.

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Die gerechte Jungfrau und der Löwe

Wie das Sternzeichen Jungfrau entstand

Gedanken zum 15. August, dem Fest Mariä Himmelfahrt

(von Ernst Ott)

Schon lange vor Christi Geburt feierte die antike Welt am 15. August die Himmelfahrt einer jungfräulichen Göttin.  Diese hieß Astraea, griechisch Astraia und ihr Name bedeutet Sternen-Mädchen.  Sie war eine Verkörperung der himmlischen Gerechtigkeit und gehörte zu jenen alten Göttern, die ursprünglich auf der Erde wandelten.

Die Bringerin der Gerechtigkeit hat es schwer

In strahlender Gestalt erschien sie den Menschen, inspirierte die Volksversammlungen, gute Gesetze zu beschließen, hielt die Menschen an, ihre ehrliche Landarbeit zu verrichten und mit der Natur sowie den Tieren in Frieden zu leben.  Astraea trägt astrologisch alle Charakterzüge des Tierkreiszeichens Jungfrau.

Dies war das goldene Zeitalter des Saturn, das später von allen Dichtern besungen wurde.  Doch dann hörten die Menschen immer weniger auf Astraea.  Das silberne Zeitalter begann, und erste Gewalttaten wurden begangen.  Dem scharf beobachtenden Auge der Jungfrau entging dies nicht.  Sie kritisierte, verbesserte, warnte, doch es half nichts.  Je mehr sich die Menschen von ihrem göttlichen Ursprung entfernten, desto schwerer wurde es für Astraea physisch unter ihnen zu leben.  Der große Sänger der griechischen Mythen, Hesiod, war um 700 vor Christus überzeugt, bereits in der dritten Periode des Abstiegs zu leben, im eisernen Zeitalter.

Himmelfahrt der Astraea

Hesiod beschrieb, wie sich Astraea traurig von den letzten ehrlichen Menschen verabschiedete, ihre sichtbare irdische Erscheinung aufgab und in den Himmel auffuhr.

Für den Maler Salvator Rosa waren diese ehrlichen Menschen, die als letzte die Jungfrau mit ihren irdischen Augen sahen, die Hirten auf dem Felde.  Er malte die Göttin in einer Wolke entschwebend, mit dem Zeichen der Gerechtigkeit in der Hand, einer Waage. (Bild: Salvatore Rosa, Astraeas Abschied von den Hirten, Mitte 17. Jahrhundert, Kunsthistorisches Museum, Wien). 

Astraea wurde zum Sternbild der Jungfrau.  Die Dichter schrieben, dass sie die letzte gewesen sei, die es noch eine Weile unter den Menschen ausgehalten hätte, als alle übrigen Götter bereits die Erde verlassen hatten.  Seither sind Himmel und Erde getrennt und Hesiod dichtete:

“Weit von dem Treiben der Menschen
zum Stamme der Ewigen floh Astraea. 
Zurück wird bleiben
der sterblichen Menschen düsterer Jammer,
und Hilfe sich nirgends zeigen im Elend.“ 

(Hesiod, Werke und Tage, 199 – 201)

Der 15. August

Der Aufstieg der Astraea aber begann an einem 15. August, so dass an diesem Tag jeweils ihr Himmelfahrtsfest gefeiert wurde.  An diesem Tag steht die Sonne noch im Zeichen des Löwen.  Als Astraea dann, wohl ein paar Tage später, am Firmament angekommen war, verließ die Sonne den Löwen, und Astraea selbst wurde zur kosmischen Jungfrau.

In einem barocken Deckengemälde sehen wir genau diese Szene: Astraea ist zweimal abgebildet, zuerst in der Wolke nach oben fahrend, umgeben von Engelchen, dann links oben bereits als Tierkreiszeichen Jungfrau. Rechts von ihr sehen wir den Löwen und den Sonnengott, der mit seinem Wagen natürlich durch sein Domizil-Zeichen Löwe fährt  (Deckenfresko in Warschau von Siemiginowski-Eleuter um 1685).

Seither gibt Astraea, die Gerechte, uns keine Ratschläge mehr.  Wir können uns aber am Himmel orientieren: Wenn wir das Zeichen Jungfrau deuten und klug auslegen, bekommen wir gute Hinweise für ein zufriedeneres Leben.

Aus Astraea wird Maria

Das Fest der Himmelfahrt muss im Altertum Griechen und Römern sehr ans Herz gewachsen sein.  So wollten auch die Christen nicht darauf verzichten, und der Kirchenlehrer Kyrill von Alexandria erklärte zu Beginn des fünften Jahrhunderts, an diesem Tag sei die Jungfrau Maria, die Mutter Jesu, zum Himmel aufgestiegen.

(Guido Reni, Mariä Himmelfahrt, 1642)

Der Astraea-Mythos ist also eine schöne legendenhafte Erklärung zur Entstehung des Sternbildes Jungfrau.  Die beiden Nachbarzeichen der Jungfrau kommen ebenfalls darin vor: Der Löwe, der im Jahresverlauf zum Jungfrauzeichen hinführt.  Am 15. August bei etwa 22° Löwe beginnt Astraeas/Marias Aufstieg.  Zum Zeichen ihrer Gerechtigkeit wird Astraea gerne mit einer Waage in der Hand abgebildet, und so verweist sie auch auf das ihr nachfolgende Zeichen, die Waage.  Zwischen Jungfrau und Waage ist die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche, die genaue und gerechte Mitte zwischen Sommer und Winter.

Die Wiederkehr der Jungfrau

So, wie wir die Geschichte bisher kennen gelernt haben, ist sie ein Mythos über das goldene Zeitalter des Saturn, in dem alles besser war, ein nostalgischer Bericht über die gute alte Zeit.  Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende, sie enthält eine Hoffnung für die Zukunft, denn vielleicht kommt die himmlische Jungfrau ja einmal wieder zu uns herunter! 

Um die Zeitenwende herum erzählte der römische Dichter Vergil von der möglichen Wiederkehr der Astraea. Sein Text hört sich ein bisschen an wie die Hoffnung von uns modernen Menschen auf den Beginn des Wassermann-Zeitalters:

„Schon ist das Ende der Zeit (…) gekommen,
und großartig beginnen den Lauf ganz neue Geschlechter.
Schon kehrt wieder Astraea, es kehrt Saturnus’ Regierung:
Neue Geburten entsteigen nun bald dem erhabenen Himmel.“
(Vergil, 4. Ekloge, 4 – 8, Osiander-Übersetzung)

Von „Geburten des Himmels“ ist hier die Rede.  Es war eine Umbruchzeit.  Damals hoffte alle Welt auf die Geburt einer großen Persönlichkeit oder eines Gottes, der ein neues goldenes Zeitalter bringen würde.  Für mythologisch gebildete Menschen aber musste Astraea die Mutter dieses Hoffnungsträgers sein. Sie sahen vor ihrem inneren Auge bereits die himmlische Jungfrau von ihrem Sterbild heruntersteigen und einen Sohn gebären.

Dieser Sohn war für Vergil Augustus, der erste römische Kaiser, der ja in der Tat dann ein neues friedliches Zeitalter begründete, die Pax romana, die der Welt zwei Jahrhunderte kultureller Blüte und eine lange Friedenszeit brachte.  Für die Christen war später Vergils Text eine Ankündigung des Christus, und Astraea wurde zur Jungfrau Maria.

Wie immer wir diese astrale Frauenfigur nennen wollen, sie steht für den Abstieg und Aufstieg der Epochen, für die zyklische Entwicklung der Menschheit durch schlechte und gute Epochen.  Und sie steht für die Hoffnung auf ein neues, friedlicheres Zeitalter, in dem die Götter und Göttersöhne sich wieder auf die Erde getrauen.

Leibliche Himmelfahrt, Körper und Geist

Es mutet merkwürdig an, dass Papst Pius XII im Jahr 1950 ein für alle Katholiken zu glaubendes Dogma verkündete: Maria ist an einem 15. August leiblich in den Himmel aufgefahren, also sozusagen mit Haut und Knochen.  Man kann das als Beleg für die weltfremde Unaufgeklärtheit der Kirche sehen. Man könnte es aber als auf der symbolischen Ebene betrachten. Dann knüpft die Kirche hier an den Bildern des Ursprungs an. Denn für die alten Griechen war die göttliche Jungfrau ursprünglich physisch auf der Erde gewandelt.  Dann wurden die Menschen immer materieller und immer weniger geistig, worauf Astraea zuletzt ihren Körper verließ, um nun auf der himmlischen, das heißt geistigen Ebene zu wirken.  Vielleicht könnte man sich vorstellen, dass ihre Aura immer stärker und ihr irdischer Leib immer schwächer wurde. 

Natürlich hatte das astrologische Jungfrauzeichen nie einen Körper, aber in symbolhaften Bildern gesprochen  hat es sich als Erdzeichen aus der körperlichen Ebene heraus entwickelt.  Es enthält die realen Erfahrungen einer Menschheit, die noch geistig und gerecht war.  Und so kann es auch wieder in unsere Körper hinabsteigen – vorausgesetzt, wir sind bereit, als geistige und bewusste Menschen zu leben.

 

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Zum Tod von Amy Winehouse

von Ernst Ott

Amy Winehouse ist tot.  Ihre Musik wird weiterhin von ihren Fans geliebt werden. Könnte man von einem erfolgreichen Leben sprechen, wenn jemand etwas hinterlässt, an das sich viele Menschen gerne erinnern?  Sie ist, wie manche andere Stars, mit etwa 27 Jahren gestorben.  Mit 27 Jahren wiederholt sich die Mondstellung in der astrologischen Progression:  Der Mond kehrt zu sich selber zurück.  Möge sie sich in der geistigen Welt zu Hause fühlen!

Das mit Sonne und Merkur besetzte 5. Haus ihres Geburtshoroskops zeigt die Fähigkeit, mit großen Auftritten die Menschen zu berühren.  Die Neptun-Mond-Konjuktion im 7. Haus strahlt Zauber und Emotion aus, zieht Projektionen auf sich, wirkt auf Männer und Menschen überhaupt. Das hat ihr bestimmt gefallen, denn sie wurde mit einem kommunikativen Zwillinge-Aszendenten geboren. Doch was sagte ihr Steinbock-Mond dazu?  Für diese Seite ihres Wesens galt: Meine innersten Gefühle gehen niemanden etwas an.  Ich kann alles mit mir allein ausmachen.

Das wichtigste Symbol ihres Horoskops ist jedoch das 6. Haus.  Die Frage nach Perfektion und Arbeit an sich selber scheint eine der großen Fragen ihres Lebens gewesen zu sein.  Ebenso die Frage nach der Körperlichkeit, bewusstem Umgang mit Körperlichkeit und der Kontrolle über den eigenen Körper.  Als Astrologe kann ich nicht wissen, wie sie diese Themen erlebt und darüber gedacht hat, ebenso wenig, ob sie sich in diesen Fragen als erfolgreich sah oder nicht. 

Mit Lilith, dem schwarzen Mond im Haus der Berufung hatte sie das Potential, Weiblichkeit, Sexualität und ihre Person tabulos in der Öffentlichkeit zu thematisieren und dabei auch die dunklen Seiten nicht zu verstecken.  In diesem Punkt hat Amy Winehouse mit Sicherheit ihr Horoskop gut verwirklicht.  In dem Song „Back to Black“ beschrieb sie das Gefühl, hundertmal zu sterben! Nun ist ihr Körper zurück ins Dunkle gegangen.

Ernst Ott

(Für die Erforschung der Geburtszeit sei Manfred Magg herzlich gedankt: 14. September 1983, 22.25 Uhr, Enfield bei London)

 

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Verborgene Schätze

von Ernst Ott

Pluto im Geburtshoroskop zeigt verborgene Schätze an.  Unsere Seele ist uns zum grossen Teil unbekannt.  Der Begriff des Unbewussten passt sehr gut zur Symbolik des Planeten Pluto.  Aus dem Unbewussten kommen zwar manchmal fremde und schattenhafte Inhalte, genauso oft aber verborgene Talente, hilfreiche Träume und positive Energien, von denen wir bisher nichts wussten.  Pluto im Horpskop erlaubt uns einen Blick ins Innere.  Er führt uns unter die Erdoberfläche des Bewusstseins. 

In fast allen Astrologiebüchern steht über Pluto mehr Negatives als Erfreuliches.  Das ist einfach nur falsch.  Es gibt nach den Grundregeln seriöser Astrologie kein einziges Symbol, das nicht positiv oder negativ gelebt werden kann.  Es gibt keine einzige Konstellation des Horoskops, vor der zu warnen wäre.

Zu warnen ist allerdings vor Vorurteilen. Über Pluto gibt es zahlreiche Vorurteile.

Ein Bild für Pluto ist die Höhle.  Eine Höhle ist weder gut noch schlecht.  In einer Höhle ist es dunkler als draussen.  Aber wer vor sengender Sonne oder Gewitter Unterschlupf sucht, wird ihren Wert kennen.  Es ist interessant, Astrologen zu beobachten, wie subjektiv sie über Plutos Höhle sprechen.  Manche denken, in Höhlen gäbe es fürchterliche Schatten.  Sie behaupten, in jeder Höhle wohnten mindestens 7 fleischfressende Dinosaurier.

 

Ich entdeckte beim Studium der Menschen und ihrer Horoskope in sehr vielen Pluto-Höhlen einen grossen Reichtum an Bodenschätzen.  Da schimmern Kristalle, Goldadern, und schon mancher hat in seiner Pluto-Höhle Schatzkisten gefunden, die vor Jahrzehnten dort vergraben wurden. Das sind die vergessenen Talente, die vergessenen Visonen aus der Kindheit. In Plutos Höhle sind Leidenschaften und Power-Talente zu finden, die wir oftmals in der Kindheit vergraben haben, weil man uns einredete, sie seien unbrauchbar.  Es lohnt sich unbedingt, diese verborgenen Talente wieder zu aktivieren.  Pluto-Themen sind verborgene Schätze.

Pluto-Seminar 2012 in Linz:

http://astrologieschule.org/de/astrologieschule-homepage/alle-termine/news-einzelansicht/article/lust-auf-wandel-pluto-transite/20.html